Archiv der Kategorie Sachbücher

Ulrich Schnabel „Muße – Vom Glück des Nichtstuns“

muse-vom-nichts-tun.jpgDas in der heutigen Zeit alles schnell und zügig geht, muss niemanden gesagt werden. Da kommt ein Buch gerade recht, dass verrät, wie man sich zurücklehnt und Ruhe findet. Doch zunächst muss man durch das Buch durch. Wer sofort auf Tipps und Ratschläge hofft, der wird unglücklich die Seiten schließen. Ulrich Schnabel erklärt und erzählt anfangs wie wichtig Rue ist, wie sie früher zelebriert wurde und welche Bedeutung Ruhe für den menschlichen Organismus hat. Er bringt Beispiele wir berühmte Menschen mit Ruhe umgehen.Erst  am Ende des  Buches widmet er sich Möglichkeiten zur Ruhefindung. Fast am Ende gibt es Tipps und Regeln Den Rest des Eintrags lesen »

Prof. Dr. Johannes Huber „Liebe lässt sich vererben“

liebe-lasst-sich-vererben.jpgSeit Sarrazin sind Bücher mit kräftigen Thesen im Kommen. Huberts Buch lässt sich nicht unbedingt in diese Rahmen pressen. Zwar provoziert der Titel und man wird neugierig wie diese These begründet wird, doch der Inhalt ist eher sachlich. Aber er überzeugt nicht ganz. Irgendwie hat man alles schon einmal gehört oder gelesen. Es fehlen die neuen Erkenntnisse. Und das Verhaltensstrukturen wie Liebe geprägt werden müssen ist keine neue Errungenschaft. So mag Huber irgendwie Recht haben, dass Gene für Liebe entscheidend sind, aber angeboren wird uns die Liebe dennoch nicht. Sie bleibt ein Lernprozess von Kindern den sie von ihren Eltern absehen oder Den Rest des Eintrags lesen »

„Die große Brocklaus“

die-grose-brocklaus.jpgSie haben sich nicht verlesen und es ist auch kein Schreibfehler. Das Buch heißt wirklich so und ist das komplett erfundene Lexikon. Nun muss man ehrlich sagen, was anfangs lustig klingt verliert aber bald an Substanz. Zu viel wirkt künstlich und nicht sehr lustig. Ob es satirisch ist muss jeder selber entscheiden. Es fehlt irgendwie der letzte Schmiss oder dem Rezensenten fehlte  der Zugang zum Buch, was auch vorkommen kann. Und so muss jeder für sich entscheiden, ob der Humor und die lobenswerte Idee entsprechend den Vorstellungen des Lesers umgesetzt wurden.

Droemer
ISBN 978-3-426-27471-2

Frank Schirrmacher (Hrsg.) „Gehirntraining – über die Benutzung des Kopfes“

gehirntraining.jpgVielleicht ist der Titel „Gehirntraining“ ein wenig irreführend. Wer Aufgaben fürs Gehirn erwartet wird enttäuscht. Frank Schirrmacher hat Essays namhafter  Neurologen zusammengetragen die einen Überblick über die Funktionsweise des Gehirns geben. Das  klingt sehr abstrakt und wissenschaftlich, wenn man es so erklärt, aber das ist es nicht. Das Buch ist eine erfrischende und unterhaltsame Reise durch die Neurobiologie. Der Leser erfährt erstaunliches über die Funktionsweise und kann jede Menge für sich und seine Forderung an und für das Gehirn ableiten. Es ist erstaunlich welchen Kenntnisstand die Wissenschaft hat und wie das Gehirn funktioniert. Der Titel sagt nichts über den lebendigen und verständlichen Inhalt aus. Ein sehr empfehlenswertes Buch. Gehirnjogging am Computer ist gut, zu verstehen wie das  Gehirn funktioniert ist besser. Denn kann man sein Wissen problemlos steigern.

Blessing Verlag
IBSBN 978-3-89667-407-4

Sebastian Junger „War – Ein Jahr im Krieg“

sebastian-junger.jpgSicher, man will nicht noch mehr über Kriege lesen und wie gut Amerika seine Feinde bekämpft. Doch dieses Buch ist anders. Junger war ein Jahr bei einer Gruppe amerikanischer Soldaten im „Afghanistan von Afghanistan“ wie er selber schreibt. Eindrucksvoll schildert er, wie das Leben vor Ort, wie sie oft nur ums Überleben kämpfen, verlassen von Vorgesetzten und wie sie ihre antrainierte Aggression in den Griff bekommen. Das ist erschütternd, wenn es sich regelmäßig in Massenprügeleien äußert.

Aber Junger kommt nicht mit erhoben Zeigefinger oder Weg weisenden Tipps, er schildert einfühlsam und vor allem spannend den Werdegang in Vorderasien. Ein Buch, das wirklich berührt und Junger hat eine neue Art der Berichterstattung und des Schreibens entwickelt. Anfangs gibt es viele Fachinformationen die ein wenig lästig wirken, doch sie sind wichtig. Denn dadurch werden nachvollziehbar welche Belastungen und Herausforderungen an die Soldaten gestellt werden und wie nah der Tod ist in einer scheinbar sinnfreien Mission.

Neben diesen Fakten bringt Sebastian Junger auch die Emotionen ohne Duselei auf den Punkt. Gepaart mit faszinierenden Dialogen entsteht ein Buch, dass man nicht mehr aus der Hand legt. Hier ist einer, der wirklich vor Ort war und weiß worüber er schreibt. Weil es erlebte und nicht vom Schreibtisch aus den großen Scholl-Latour-Afghanistan-Experten mimt. Das macht diese Buch greifbar und bewegend.

Blessing Verlag
ISBN 978-3-89667-441-8

„Die berühmten Schauspieler – Von der Antike bis zur Renaissance“

die-beruehmten-schauspieler.jpgVor kurzem war das Jahr der Hildegard von Bingen. Irgendwie kennt man den Namen und ahnt, dass sie etwas mit Heilkunde in Verbindung bringt. Dass sie aber auch eine bekannte Schauspielerin war, wird weniger bekannt sein.  Gleiches gilt in der darstellenden Kunst für Nero. Auch er war Schauspieler bevor er zu einem der bekanntesten Cesaren wurde. Nicht nur bekannte Namen finden sich in diesem beeindruckenden Nachschlagewerk, auch beantwortet das Lexikon die Frage: „Was bleibt“. Oft liest man überrascht, was bis heute überdauert hat. Ein Buch nicht nur zum Nachschlagen sondern auch als herrlicher Zeitvertreib und Unterhaltungsspaß.

Verlag Phillip von Zabern
ISBN 978-3-8053-4245-4

„Die berühmten griechischen Schriftsteller“

griechische-schriftsteller.jpgLexika gibt es viele. Alle versammeln eine extreme Fülle an Wissen. Diese wundervolle Serie der Berühmten Menschen wählt aus, beschränkt sich auf eine Epoche und schafft so Freiraum für zusätzliche Anekdoten und Querverbindungen. Wussten Sie woher was den Eid des Hippokrates  beinhaltet  oder erinnern Sie sich noch an Äsop? Dieses unterhaltsame Nachschlagewerk ist mehr als ein solches. Es ist wie ein Sachbuch oder Roman. Man kann eine beliebige Seite aufschlagen und sofort wird man interessantes finden und das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Verlag Phillip von Zabern
ISBN 978-3-8053-4242-1

Jack White „Mein unglaubliches Leben“

jack-white.jpgSchon der Titel scheint Jack White als selbstbewussten, vielleicht auch arroganten Mann zu deklarieren. Doch wer das annimmt liegt falsch. Schon auf den ersten Seiten entdeckt man Hans Nußbaum und er offenbart sich als wunderbarer Unterhalter mit einem faszinierenden Leben. Es ist vielleicht nicht die Fülle an Erlebten die so magisch ist, sondern die offene und ehrliche Art des Jack White, die den Leser anzieht. Es  ist beeindruckend wie er alles allein schaffte, scheiterte aber nie den Glauben und den Mut verlor. Dieses Buch versprüht unendlich viel Leidenschaft und überträgt diese auch auf den Leser. Man erkennt,w arum jack White so erfolgreich wurde und freut sich mit ihm. Auch wenn viele seiner Kollegen über seine offene Art lästern, es ist Jack White: authentisch und ehrlich. Und so sind einige Passagen in den letzten Buchkapitel auch geschwärzt. Ein absolut lesenswertes Buch das mit seiner leichten Schreibweise eine angenehme Lektüre ist. Schade, dass es im Anhang keine auflistung aller seiner Produzierten Titel gibt. Das wäre eine interessante Ergänzung gewesen.

riva Verlag
ISBN 978-3- 86883-078-1

Wolfgang Fürweger „Die Red Bull Story”

die-red-bull-story.jpgWer kennt nicht die zwei roten Bullen? Kein Markenname ist so bekannt wie Red Bull. Doch wie entstand dieses Phänomen? Wie schaffte es Dietrich Mateschitz diesen Erfolg zu erreichen? Wolfgang Fürweger geht den Fragen nach und zeichnet ein erstaunliches Portrait Mateschitz und der Firmengeschichte. Dieses Buch liestsich so spannend wie ein Krimi und so unterhaltsam wie es die besten Rome der Welt vermögen. Ein Sachbuch das jeder gelesen haben sollte, denn es spendet auch Kraft und zeigt die großartige Leistung des Österreichers.

ueberreuter Verlag
ISBN 978-3-800-7321-4

„Wien in alten Fotografien – Kaffeehäuser und ihr Besucher“

kaffeehauser-wiens.jpgWien ist das Zentrum der modernen Kaffeehauskultur. Wie alt diese Tradition ist zeigt dieses Buch mit wundervollen historischen Fotografien. Wenn man das damalige Interieur mit heutigen Cafés vergleicht, staunt man nicht schlecht, wie sich das geändert hat. Auch die Umgangsformen und Gäste haben einen starken Wandel vollzogen. Eine nostalgisches Buch das einen Überblick über die Kaffeehäuser Wiens gibt, aber nur Fotografien zeigt ohne in die Traditionen einzugehen oder diese zu erläutern. Aber schön anzusehen.

uebrreuter Verlag
ISBN 978-3-8000-7482-2